Die Mitglieder der FIGU-Landesgruppe Deutschland e.V. (FLDE) treffen sich einmal im Monat, um neue Vorhaben, Fortschritte zu laufenden Aktionen, Wünsche sowie interne und externe Anliegen innerhalb der Gruppe zu besprechen. Selbstverständlich gehört zu diesen Treffen auch die Pflege eines guten Miteinanders, gemeinsam die Schöpfungsenergielehre zu studieren und die Ansichten des Nächsten zu verstehen. In einem unserer FLDE-Treffen wurde einmal an alle die Frage gestellt: „Warum bin ich in der FIGU und warum bin ich in der FLDE?“ und wer wollte, könnte sich Gedanken darüber machen und gerne etwas darüber schreiben. Vorweggenommen lautet meine knappe Antwort dazu:
«Weil es für mich gar nicht anders sein kann»
Bereits in meiner Grundschulzeit gab es in mir einen Drang zum Spirituellen. Der Religionsunterricht bescherte mir auch schon mal die Schulnote 1 im Zeugnis und ich fand die Existenz einer höheren Macht, alias „der liebe Gott im Himmel“, vollkommen in Ordnung und ich fand es auch normal, dass da eine höhere Ordnung existieren musste. In bezug auf diese höhere Macht oder eben auch, weil es sich meiner Ansicht nach einfach so gehörte, habe ich selbstverständlich auch die damals erforderlichen Andachten und Glaubensbekenntnisse erlernt. Mein Leben lief weiter, aber irgendwie fühlte sich meine spirituelle Entwicklung noch nicht so an wie die richtige Wahrheit. Es kamen immer wieder Fragen auf, wie z.B.:
- Warum muss ich in die Kirche, um mit der höheren Macht zu kommunizieren?
- Warum muss ich am Kirchenausgang Geld geben?
- Warum kann ich nicht am Badesee mit Gott sprechen, sondern muss in die Kirche?
- Warum sagt der Pastor in jedem zweiten Satz, man soll in Demut leben?
- Warum nimmt sich die Kirche Geld von meinem Arbeitslohn, ohne zu fragen?
- Warum sagt mein Vater, dass der Herr Pfarrer das dickste Auto in der Stadt hat?
Mit der Zeit wurde also das Gotteskonstrukt in mir marode und ich trat aus der Kirchengemeinschaft aus, weil ich für die höhere Macht nicht bezahlen wollte (Anmerkung heute: Die höhere Macht bekommt das eingetriebene Geld ja sowieso nicht). Also begann ich meine Suche nach der Wahrheit und probierte hier und da auch mal schwierige Lektüre, z.B. das Tibetanische Totenbuch, was ich damals aber aufgegeben habe zu verstehen. Ein weiteres Hobby meiner Jugendzeit war die Technik und die damit verbundene Faszination vom Weltraum, von Raumschiffen und Computern. Seinerzeit waren mir das Raumschiff Orion und die ausserirdischen „Frogs“, die in Schwarzweiss im Fernsehen gesendet wurden, genauso ein Begriff, wie die angeblichen Stimmen, die man angeblich hören konnte, wenn man auf ein Tonband zu diesen Stimmen sprach und angeblich beim Wiederabspielen die Antworten der Stimmen auf dem Tonband vorfinden würde – davon war ich fasziniert.
Und die Faszination ging weiter, denn es tobte auch gerade eine unglaubliche UFO-Kontroverse. Es gab fast jeden Tag Fotos in den Zeitungen von angeblichen Raumschiffen. Ich erinnere mich noch gerade so, dass meine Eltern die Fotos ausgeschnitten und irgendwo gesammelt hatten. Als ich dann mein Elternhaus verliess, kamen die ersten Personal Computer auf den Markt und kurze Zeit später das Internetz. Nun war es plötzlich möglich, weltweit nach UFOs zu recherchieren, was ich auch tat. Ich entdeckte Fotos in Amerika und auch auf einer russischen Webseite, und zwar von Personen, die angeblich Kontakt mit extraterrestrischen Intelligenzen hatten. Alles war sehr faszinierend damals; die Kontaktberichte angeblicher UFO-Kontaktler waren sehr ausgeschmückt und phantastisch geschrieben und die Suche nach mehr Informationen machte mir sehr viel Spass. Wenn ich im Internetz einen Eintrag über neue Kontaktberichte gefunden hatte, überströmten mich Glücksgefühle.
Aber trotz Glücksgefühlen fiel mir eine Sache im Internetz auf:
Auf vielen Webseiten wurde davon gesprochen, dass ein Mann in der Schweiz ein absoluter Lügner und Betrüger sei in Bezug auf UFO-Kontakte und UFO-Fotos. Ich riskierte also einen Blick auf die Internetzseite und stellte fest, dass er behauptete, solche Kontakte zu haben und dass er nicht so zurückschimpfte – also nicht Gleiches mit Gleichem beantwortete – was ich damals als bemerkenswert empfand. Er blieb sachlich korrekt, auch zu den Leuten, die ihm seine Bilder gestohlen hatten. Später erkannte ich auf den Internetzseiten der anderen „Kontaktler“, dass ein Internetzseitenbetreiber ein UFO-Foto hatte, das einen Ausschnitt von einem UFO-Foto eines anderen Betreibers war und beide gegen den Herrn Billy Meier nur wetterten. Verunsichert dadurch, dass man im Internetz auch lügen konnte und vielleicht auch deshalb, weil ich meine grosse Naivität zu den Dingen erkannt hatte, entschloss ich mich, in die Schweiz zu fliegen, um mal selbst im FIGU-Center herauszufinden, was dort tatsächlich Fakt ist. Ausserdem waren für mich in allererster Linie die UFO-Fotos interessant.
Ich nahm also Kontakt auf und vereinbarte einen Besuchstermin. Obwohl meine damalige Freundin einige Angst hatte, dass ich als Sektenbekehrter wieder nach Hause kommen würde, wünschte sie mir alles Gute auf meiner Reise. Im Center angekommen, war ich vollkommen enttäuscht. Ich wurde nicht von Billy Meier empfangen, es gab keine Art grosser Saal oder Museumsraum mit seinen Bildern in Postergrösse und mit Büchern, sondern ich wurde in einem Wohnwagen empfangen und konnte mir die Originalbilder nur unter Aufsicht anschauen, weil so viele davon weggekommen waren, so wurde mir gesagt. Ich schaute mir die Bilder an und derjenige, der mich damals empfangen hatte, war ganz verwundert, dass ich keine Fragen stellte. Ich wollte nichts fragen, denn ich hatte ja auch keine Fragen. Ich wollte nur die Bilder sehen. Als die Bilder angeschaut waren, übernachtete ich im nahegelegenen Gasthaus Freihof. Am nächsten Morgen, als ich zum Flughafen wollte, kam die erste „coole Sache“ – ein halber Meter Neuschnee! So eine Schneemenge über Nacht kannte ich nicht und ich war beeindruckt. Als ich dann im Flugzeug sass und aus dem Fenster zuschaute, wie das Personal das Flugzeug von den Schneemassen freiräumte, „fiel der erste Groschen“* bei mir, also quasi eine „Götterdämmerung“** im Flugzeug – plötzlich war mir klar, dass nur Herr Meier recht haben konnte, obwohl ich ihn selbst nicht gesehen oder gesprochen hatte. Aus den Fotos wurde kein Aufsehen gemacht, die Bildervorführung hatte nichts gekostet, niemand hatte mich umworben und „betüttelt“ (umsorgt). Ich konnte die Fotos anschauen und durfte dann wieder gehen, ohne eine Verpflichtung eingehen oder etwas zahlen zu müssen. Ich erkannte auch, dass ich bislang in dieser Beziehung einen verkehrten Blickwinkel resp. falsche Erwartungen gehabt hatte. Zu Hause wieder angekommen, musste ich das Erlebnis erst einmal verarbeiten. Langsam fing ich an, Bücher von der FIGU zu kaufen und zu lesen. Ungefähr ein Jahrzehnt lang ging das so und dann kam die Frage in mir auf, die eigentlich gar keine war und die ich mir in einer Diskussion mit mir selbst stellte. Sie lautete: «Du weisst, dass Billy absolut recht hat in seinen Büchern. Wieso entscheidest Du dich nicht endlich, welchen Weg du gehen willst? Entweder du hörst auf, die Bücher zu bestellen und zu lesen oder du wirst FIGU-Passivmitglied.» OK, die Zeit war also reif und in für mich logischer Konsequenz wurde ich Passivmitglied.
Gemäss meinem Verständnis repräsentieren wir Passivmitglieder in der FIGU nicht nur uns selbst, sondern auch die Geisteslehre oder neu „Schöpfungsenergielehre“, weshalb es zu den Aufgaben eines jeden FIGU-Mitglieds gehört, sich damit zu beschäftigen. Wir sind eine Interessengemeinschaft und arbeiten daraufhin, dass durch unsere Mithilfe eines Tages die sogenannte „kritische Masse“ unter den Menschen der Erde erreicht wird, welche die schöpferischnatürlichen Gesetze und Gebote anerkennt und danach lebt. Dadurch würde letztlich die gesamte weltweite Öffentlichkeit die Schöpfungsenergielehre als wertvoll und erstrebenswert erachten und sich diese selbstinitiativ zu eigen machen.
Bald danach hatte ich ein unglaubliches Schlüsselerlebnis, das damals so extrem und neu für mich war, dass ich dachte, vielleicht meinen Verstand zu verlieren resp. verrückt zu werden resp. mein Bewusstsein an die Wand zu fahren. Daher ging ich zu meiner Freundin und bat sie darum, ein Auge auf mich werfen, für den Fall, dass ich mich vielleicht seltsam verhalten würde; ich glaubte, dass sie wegen meiner spirituellen Neigung sowieso schon dachte, dass bei mir „nicht alle Latten am Zaun hängen“. Folgendes geschah also:
Als ich draussen, hinten am Wohnhaus an der Wand angelehnt stand, fühlte ich mich urplötzlich in einen weissen Raum versetzt; die ganze Umgebung, in der ich gerade noch gestanden hatte, war einfach weg. Dieser Raum, in dem ich mich nun befand, hatte keine Kanten und Ecken. Hinter mir im Raum fiel eine Tür zu, durch die ich gerade gegangen sein musste. Als diese zugefallen war, verschwand sie auch sofort, indem sie sich dem Raum übergangslos anglich. Ich wusste, dass dies ein Symbol dafür war, dass ich nicht mehr in mein altes Leben zurückkehren konnte.
Dadurch erkannte ich, dass ich mich in meiner Gesinnung von meinen Freunden, Bekannten und Verwandten abgespalten hatte. Weil eine zwischenmenschliche Trennung im ersten Anschein als nicht gut angesehen wird, wertete ich dieses Schlüsselerlebnis als eher negativ, denn ich wusste, dass ich nicht mehr zurück konnte. Später, in meinem allerersten persönlichen GV-Treffen der FIGU, erfuhr ich beim Mithören einer Audiobefragung, dass einige verhältnismässig neue Mitglieder ebenfalls ein solches Erlebnis gehabt hatten.
Bezüglich der FLDE und meiner Mitgliedschaft hat es auch hier recht lange gedauert, bis der Funken zündete, zumal noch eine Denkblockade dazugekommen war: Denn warum sollte ich der FLDE beitreten, wenn ich schon in der FIGU war und doch beide Gruppen deutschsprachig waren; da würde doch eine Gruppe ausreichend sein. Diesen Gedanken habe ich inzwischen revidiert und erkannt, dass jedes Land eine eigene Landesgruppe benötigt, damit diese als Anlaufstation für Interessierte und Suchende vorhanden ist. Somit ergab sich für mich als nächster logischer Schritt, in der FLDE Mitglied zu werden.
Nach inzwischen ca. 6 Monaten intensiver Teilnahme am internen Gruppeleben ist dieses für mich zu einer persönlichen Bereicherung geworden; es macht sehr viel Spass und ich freue mich, dabei sein zu können. Ich bin mir sicher, dass ich mich richtig entschieden habe, der Landesgruppe beizutreten.
Euer Passivmitglied 250, 31. Januar 2022
* Das ist ein Ausdruck dafür, wenn man einen Gedankenblitz, eine Erleuchtung bekommt.
** Nordische Mythologie: Der Untergang der Götter im Weltenbrand, aus dem eine schönere Welt hervorgeht
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