Zur Aussage von Jacques Cousteau zum Thema Überbevölkerung:
Überverbrauch und Überbevölkerung liegen jedem Umweltproblem zugrunde, dem wir heute gegenüberstehen.
Cousteau sagt es, wie es ist.
An der Resonanz seiner Aussage und auch der zahlreicher anderer Menschen zu diesem Thema gemessen: Einmal mehr verhallt die Stimme eines Rufers in der Wüste.
Das stimmt zwar, ist jedoch kein Grund, vor diesem Sachverhalt zu resignieren. Im Gegenteil: Um des Überlebens der Erdenmenschheit willen ist jeder dazu angehalten, seine Verantwortung wahrzunehmen und entsprechende Aufklärungsarbeit auszuführen. In bezug auf das Thema Überbevölkerung darf man zwar, wie bei Allem im Leben, verschiedener Meinung sein, die auch stets von den Mitmenschen respektiert werden muss, aber diese sollte auf der wahrheitsgemäßen Wahrnehmung der Wirklichkeit bzw. Realität beruhen, nicht aber auf durch fehlende Bereitschaft zum Selbst Denken hervorgerufenen Glaubenskriterien oder Vorurteilen.
Dazu ein paar Gedanken:
Wenn das Krebsgeschwür Überbevölkerung erst einmal als solches erkannt und anerkannt würde, wäre der Weg zu einer vernunft- und verstandesmäßigen Lösung beschreitbar. Die Lösung muss auf durch Einsicht freiem Willen beruhen. Es ist aber in dieser Zeit, im Jahre 2022, so, dass der Sachverhalt Überbevölkerung von der überwiegenden Mehrzahl der Menschen, die sich überhaupt dazu äußern, nicht wahrgehabt werden will. Daraus ergibt sich in Folgerichtigkeit, dass es tatsächlich so ist, dass erst einmal das Hindernis des Nicht-wahrhaben-Wollens des Problems angegangen werden muss, bevor das Problem Überbevölkerung an sich angegangen werden kann.
Also fragt es sich: Welche sind die Hindernisse, die dem Wahrnehmen, Erkennen und Anerkennen des Sachverhalts Überbevölkerung als aktuelle Wirklichkeit und deren Wahrheit im Wege stehen, und wie sind diese Hindernisse beschaffen?
Dazu sei hier eine Liste aufgeführt, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt: Fehlende Bereitschaft, über das Thema Überbevölkerung nachzudenken; Denkfaulheit, Gleichgültigkeit, Bequemlichkeit; rein oberflächliche Betrachtungsweisen, also ohne nachzudenken das nachzuplappern was andere vorplappern; Verantwortung von sich weisen; religiös oder sonstig ideologisch, philosophisch, esoterisch bedingte Denkbarrieren; Machismus (=Männlichkeitswahn), Egoismus seitens derjenigen Frauen, die unbedingt ein Kind in die Welt setzen wollen, ohne sich darüber Gedanken zu machen, welche Zukunft den Problemen der Gegenwart entsprechend dieses Kind erwartet; die hier benannten Punkte dürften wohl nur einige der Hindernisse auf dem Weg sein.
Hindernisse sind jedoch dazu da, überwunden zu werden.
Genau betrachtet spielt in Sachen Überbevölkerung der weltweit wie ein Krebsgeschwür verbreitete Männlichkeits-Machtwahn eine große Rolle. Machtgefüge auf dieser Welt werden überwiegend von Männern oder auch von Frauen, die die Denkweise der Männer in Sachen Macht übernommen haben und ebenfalls entsprechende Machtpositionen innehaben, ausgeübt; siehe in Politik, Militär, Wirtschaft usw. Soll also etwas Gutes geschehen, um dies zu ändern, ist es dringend notwendig, dass diese Denkweisen aufgelöst werden, was nur durch Gedankenaustausch und Einsicht, nicht aber durch Zwang erreicht werden kann. Dies betrifft nicht nur das Problem Überbevölkerung, sondern auch die skrupellose Ausbeutung und Zerstörung der Natur sowie Kriegführung bzw. Frieden/Unfrieden. Das Problem Überbevölkerung sollte, denke ich, noch viel mehr als bisher von Frauen, aber natürlich nicht nur von Frauen, sondern eben auch von einsichtigen Männern angegangen werden, und zwar dadurch, dass die Frauen bzw. jede Frau ihren realen Selbstwert wahrnehmen, erkennen, anerkennen und diesen auch durch Selbstbewusstsein in Tun und Handeln umsetzen bzw. umsetzt, was auch von Männern erkannt und anerkannt werden muss, und ohne dass sich dabei die Frauen von Männern oder Männercliquen (z. B. Vatikan, Priesterschaften, ideologische Spinner, usw.) irgendwelche Einengungen aufzwingen lassen. Auch Frieden weltweit wird sich erst dann erreichen lassen, wenn ein Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern im Sinne der schöpferischen Gesetze und Gebote frei von jeglichem Machtdenken und wiederhergestellt wird, so dass Ausgeglichenheit vorherrscht. So ist es auch mit dem Krebsgeschwür Überbevölkerung, das uns Menschen alle betrifft, nicht nur einige oder wenige oder viele von uns, sondern, es sei wiederholt, uns Menschen alle. Überflüssig zu sagen, dass dabei solche Äußerlichkeiten wie Geschlecht, Hautfarbe, materieller Reichtum oder materielle Armut, Weltanschauung, Religionszugehörigkeit oder -nichtzugehörigkeit usw. keinerlei Rolle spielen, denn ein Mensch ist immer ein Mensch, nicht mehr und nicht weniger - Punkt. Wir sitzen als Menschheit, die wir sind, alle im selben Boot. Dieses Boot heißt Planet Erde. Auf der Erde und im gesamten Universum funktioniert alles unaufhaltbar und unabänderbar nach dem Schöpfungsgesetz bzw. nach der Schöpfungswirkungsweise von Ursache und Wirkung bzw. nach dem Kausalgesetz. Es ist notwendig, sich dies gründlich innerlich zu vergegenwärtigen, um zu verstehen, was es bedeutet, denn wer dies nicht wahrhaben will, ist erkenntnisfern wie ein sehend Blinder und lebt an seiner Verantwortung als Mensch und am Leben vorbei.
Jens Wolfram Heine, Deutschland Mai 2022
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