Die nachfolgende Geschichte mag sich so zugetragen haben oder auch nicht. Vielleicht ist sie einfach erfunden worden, weil der unbekannte Verfasser den Menschen klarmachen möchte, dass wir alle durch wenige gute und liebevolle Worte mitunter mehr Freude, Licht, Liebe, Harmonie und Glück in das Leben eines Menschen bringen können, als uns das bewusst ist.
Die kleine Anekdote zeigt uns auf, wie wichtig es ist, hier und heute – also in der Zeit des aktuellen Lebens – liebevoll, aufmerksam und einfühlsam mit den Mitmenschen umzugehen und es sie in angemessener Weise spüren zu lassen, dass man eine liebevolle Verbundenheit mit ihnen aufgebaut hat. Unsere Mitmenschen sollen es zu passender Zeit und Gelegenheit zeit ihres Lebens erfahren, wenn sie als Menschen wertgeschätzt werden und wir ehrliche gute Gedanken und Gefühle für sie haben.
Denn nach ihrem Sterben und Dahinscheiden ist es dafür zu spät,
und dann bereuen wir es vermutlich, das menschlich Gebotene, Verbindende, Verzeihende, die von Liebe getragenen Gedanken, Gefühle, Gesten oder einfach ein Lächeln usw. versäumt zu haben. Gute, aufrichtige, friedliche, harmoniegeschwängerte und liebevolle Gedanken, Gefühle und Empfindungen sind wie eine Brücke der Verbundenheit zwischen zwei Menschen, die sogar den Tod des Körpers und der aktuellen Persönlichkeit in der Schöpfungsenergieform-Linie des Menschen überdauert und von Leben zu Leben vertieft werden kann, sofern ihre Grundlagen auf wirklicher Empfindungsliebe basieren.
Eine einmal aufgebaute, wirkliche Empfindungsliebe bleibt in der feinststofflichen Schöpfungsenergieform und in deren Gemüt sowie in den individuellen Speicherbänken für alle Zeiten erhalten, wenn der Mensch diese effektive und unvergängliche Liebeschwingung in sich aufgebaut und kreiert hat, denn sie hat im schöpfungsenergetischen Gemütsbereich ihren Ursprung, der direkt mit der Schöpfung verbunden ist und durch den alle Menschen feinstofflich und unabhängig von Raum und Zeit miteinander verbunden sind.
Sind wir uns also der Macht unserer Gedanken, Gefühle und Empfindungen bewusst, weil wir diese Gesetzmässigkeiten kennen und uns das Wissen und die Weisheit darum erarbeitet haben, dann können wir durch ihre Kraft und Energie sowie durch die daraus hervorgehenden Worte und Taten sehr viel Gutes, Aufbauendes und zwischenmenschlich Verbindendes erschaffen, das sich im aktuellen Leben sehr positiv auswirkt und sich als positive Liebeschwingung in die künftigen Zeiten und auf die zukünftigen Persönlichkeiten unserer Schöpfungsenergieform-Linie nutzbringend und evolutiv wertvoll auswirkt.
Ein kleiner Zettel, der die Welt verändern kann …
Eines Tages bat eine Lehrerin ihre Schüler, die Namen aller anderen Schüler der Klasse auf einen Zettel zu schreiben und ein wenig Platz neben den Namen zu lassen. Dann sagte sie zu den Schülern, sie sollten überlegen, was das Netteste ist, das sie über jeden ihrer Klassenkameraden sagen können und das sollten sie neben die Namen schreiben.
Es dauerte die ganze Stunde, bis jeder fertig war, und bevor sie den Klassenraum verliessen, gaben sie ihre Zettel der Lehrerin. Am Wochenende schrieb die Lehrerin jeden Schülernamen auf ein Blatt Papier und daneben die Liste der netten Bemerkungen, die ihre Mitschüler über den Einzelnen aufgeschrieben hatten.
Am Montag gab sie den Schülern deren jeweils persönliche Liste zurück. Schon nach kurzer Zeit lächelten alle. «Wirklich?», hörte man flüstern. «Ich wusste gar nicht, dass ich irgend jemandem was bedeute!» und «Ich wusste nicht, dass mich andere so mögen», waren die Kommentare.
Niemand erwähnte danach die Listen wieder.
Die Lehrerin wusste nicht, ob die Schüler sie untereinander oder mit ihren Eltern diskutiert hatten, aber das machte nichts aus. Die Übung hatte ihren Zweck erfüllt. Die Schüler waren glücklich mit sich und mit den anderen.
Einige Jahre später war einer der Schüler gestorben und die Lehrerin ging zum Begräbnis dieses Schülers. Die Kirche war überfüllt mit vielen Freunden. Einer nach dem anderen, der den jungen Mann geliebt oder gekannt hatte, ging am Sarg vorbei und erwies ihm die letzte Ehre. Die Lehrerin ging als letzte und betete vor dem Sarg. Als sie dort stand, sagte einer der Anwesenden, die den Sarg trugen, zu ihr: «Waren Sie Marks Mathelehrerin?» Sie nickte: «Ja.» Dann sagte er: «Mark hat sehr oft von Ihnen gesprochen.»
Nach dem Begräbnis waren die meisten von Marks früheren Schulfreunden versammelt. Marks Eltern waren auch da und sie warteten offenbar sehnsüchtig darauf, mit der Lehrerin zu sprechen.
«Wir wollen Ihnen etwas zeigen», sagte der Vater und zog eine Geldbörse aus seiner Tasche. «Das wurde gefunden, als Mark verunglückt ist. Wir dachten, Sie würden es erkennen.» Aus der Geldbörse zog er einen stark abgenutzten Zettel, der offensichtlich zusammengeklebt, viele Male zusammen- und auseinandergefaltet worden war. Die Lehrerin wusste ohne hinzusehen, dass dies einer der Zettel war, auf denen die netten Dinge standen, die seine Klassenkameraden über Mark geschrieben hatten. «Wir möchten Ihnen so sehr dafür danken, dass Sie das gemacht haben», sagte Marks Mutter. «Wie Sie sehen können, hat Mark das sehr geschätzt.»
Alle früheren Schüler versammelten sich um die Lehrerin.
Charlie lächelte ein bisschen und sagte: «Ich habe meine Liste auch noch. Sie ist in der obersten Schublade in meinem Schreibtisch.»
Die Frau von Heinz sagte: «Heinz bat mich, die Liste in unser Hochzeitsalbum zu kleben.»
«Ich habe meine auch noch», sagte Monika. «Sie ist in meinem Tagebuch.»
Dann griff Irene, eine andere Mitschülerin, in ihren Taschenkalender und zeigte ihre abgegriffene und ausgefranste Liste den anderen. «Ich trage sie immer bei mir», sagte Irene und meinte dann: «Ich glaube, wir haben alle die Listen aufbewahrt.»
Die Lehrerin war so gerührt, dass sie sich setzen musste und weinte. Sie weinte um Mark und für alle seine Freunde, die ihn nie mehr sehen würden.
Verfasser unbekannt
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Artikel: Leseprobe aus dem Buch ‹Einsichten auf dem Weg zum effektiven Menschsein›)
von Achim Wolf (Einige Rechte vorbehalten)