Der Mensch ist entstanden aus einer Idee der Schöpfung:
„Die Schöpfung ist nicht ein Ersatz für Gott – sie ist auch nicht ein anderer Begriff oder ein anderes Wort für eine imaginäre Wesenheit Gott oder für allerlei sonstige menschliche oder unmenschliche Götter oder Götzen.
Die Schöpfung ist das, was verantwortlich ist für das Werden und Vergehen und für die Existenz des Universums und für alles Leben überhaupt, das da gezeuget ist im kleinen wie im grossen.
Die Schöpfung ist die urgewaltigste und grösste Kraft und Macht aller Kräfte und Mächte, die im Universum existieren und die sich der Mensch vorstellen kann.”
BEAM, ‹Dekalog, Dodekalog›, pp. 110
Wie alles Existente, das aus je einem grobstofflichen und einem feinstofflichen Teil besteht, so besteht auch der Mensch aus diesen zwei Teilen, nämlich seinem grobstofflichen Körper und einer feinststofflichen Schöpfungsenergieform:
„66. So besaget also das Gesetz, dass der Mensch ist eine Einheit in sich selbst, die aber bestehet in zwei gleichen Teilen, die in sich auch sind eine Einheit und ungetrennet auch sind eine Einheit.
67. Die zwei gleichen Teile aber im Menschen, die jeder für sich sind eine Einheit, sind der Leib (Bewusstsein und Körper) und der Geist*1 in ihm (Geistform*1, Teilstück Schöpfungsgeist*2)“
BEAM, ‹Talmud Immanuel›, 34. Kapitel
- *1 ‹Geist; Geistform›: Begriff für ‹Schöpfungsenergieform des Menschen› im Kontext
- *2 ‹Schöpfungsgeist›: Älterer Begriff für ‹Schöpfungsenergie›
Dieses Prinzip der Schöpfung, dass nämlich immer zwei Teile, die in sich selbst eins sind, im Zusammenschluss der beiden Teile wiederum eine Einheit bilden, lässt sich leicht in der Natur beobachten: Das Entstehen von Nachkommen ist nur dann möglich, wenn sich zwei Lebewesen der gleichen Gattung in einem Akt der Zeugung zu einer Hypereinheit zusammentun, wodurch nach einer Befruchtung der weiblichen Lebensform der Keim eines neuen Lebens entsteht.
„68. So also gelehret wird von den Schriftgelehrten, dass der Mensch in einer Zweiheit lebe, so ist diese Lehre irrig und verfälschet, denn sie wird nicht gelehret nach den Gesetzen der Schöpfung.“
BEAM, ‹Talmud Immanuel›, 34. Kapitel
Der materielle Teil des menschlichen Körpers ist dem Kreislauf des materiellen Werdens und Vergehens eingeordnet. Nach dem Ableben des Menschen wird im „Jenseitsbereich" das feinstoffliche Bewusstsein des Menschen inklusive seiner Persönlichkeit aufgelöst. Die Gedanken, Erfahrungen, das Wissen, die Weisheit und alle sonstigen Werte werden dabei in den schöpfungsenergetischen Speicherbereichen abgelagert. Somit kann nichts, was der Mensch einmal gedacht, gehandelt und erlebt hat, jemals wieder verlorengehen.
Die Schöpfungsenergieform des Menschen ist ein Teilstück der Schöpfung Universalbewusstsein selbst; sie ist rein-schöpfungsenergetischer Natur und damit unsterblich. Das bedeutet, dass sie auch nach dem Ableben des materiellen Körpers im Todesleben weiterlebt und sich in ihrem Jenseitsbereich weiterentwickelt, wobei sie auch Impulse aus dem Gesamtbewusstseinblock aufnimmt, der für das Auflösen der alten Persönlichkeit am Lebensende und das Neubilden des neuen Bewusstseins für das folgende materielle Leben verantwortlich ist. Der Gesamtbewusstseinblock erschafft also zum Anlass einer neuerlichen materiellen Lebensperiode einen neuen feinstofflichen Bewusstseinsblock inkl. einer neuen Persönlichkeit, der zusammen mit der gleichzeitig reinkarnierenden Schöpfungsenergie-Form gebiert/ inkarniert.
Die eigentliche Lebensaufgabe des Menschen liegt in der relativen Vervollkommnung seines Bewusstseins und seiner Schöpfungsenergieform durch das Aufbauen wahrer Liebe und dem Sammeln von Wissen und Weisheit.
„25. Allein durch die Umschweife (Umstände) des Lebens nur kann der Mensch seine fruchtbaren (schöpferischen) Kräfte im Geiste (Bewusstsein) entwickelen und brauchen.
26. Der Mensch solle üben, dass er täglich seine Kräfte und Fähigkeiten entfaltet, denn nur dadurch erlanget er Erfahrung in ihrem Gebrauch.”
BEAM, ‹Talmud Immanuel›, 32. Kapitel
Auch das tägliche Leben des Menschen wird stets von gegensätzlichen Geschehnissen, Gedanken und Gefühlen beeinflusst, so nämlich von Freude und Leid, Glück und Unglück, Liebe und Hass, Krieg und Frieden usw. usf. Durch das Erkennen und Befolgen der schöpferischen Gesetze und Gebote, die in den Naturgesetzen liegen, kann aber der Mensch Ausgeglichenheit und Harmonie in sich erschaffen und erkennen, dass er durch seine Schöpfungsenergie stets eins ist mit der Kraft der Schöpfung.
„21. Möget das Leid im Menschen noch so gross sein, also seie die Kraft der Schöpfung in ihm aber unmessbar grösser, so sie alles Übel besieget.
22. Lebet der Mensch nur in seinem Geiste (Bewusstsein) als Mensch, so ist er unnahbar von seinem Geiste (Bewusstsein) fern und von der Schöpfung und ihren Gesetzen und Geboten also.
23. Je grösser die Hingabe des Menschen an die Gesetze und Gebote der Schöpfung gegebet seien, desto tieferen Frieden werdet er in sich bergen.
24. Des Menschen Glück bestehet darin, dass er suchet und findet die Wahrheit, allso er daraus Wissen sammelet und Weisheit erlanget und im Sinne der Schöpfung denket und handelet also.“
BEAM, ‹Talmud Immanuel›, 32. Kapitel
Das Ziel des Menschen ist es, sein Bewusstsein und damit seine Schöpfungsenergieform zur relativen Vollkommenheit zu entwickeln und dereinst nach vielen Wiederleben in die Schöpfung einzugehen, damit diese in ihrer eigenen Evolution weiter voranschreitet.
„3. So die Schöpfung ist wahrer Geist*1 (Schöpfungsgeist*1) und lebet also, muss auch sie nahe aufrichten (relativ vervollkommnen) sich bis in die Unendlichkeit.
4. Da sie aber eins ist in sich selbst, kann sie nahe aufrichten (relativ vervollkommnen) sich durch die eigenen durch sie selbst erschaffeten Schöpfungen (Lebensformen, Menschen, Geistformen*3); allso durch das Bewirken (Zeugen, Schaffen) neuen Geistes*2, der im Menschen wohnet (Teilstück Schöpfungsgeist*1 im Menschen) und ihn belebet und also durch sein Auffassen (Lernen) und Ausschreiten (Fortschritt) sich nahe erfüllet (relativ vervollkommnet).“
BEAM, ‹Talmud Immanuel›, 34. Kapitel
- *1 ‹Geist; Schöpfungsgeist›: Älterer Begriff für ‹Schöpfungsenergie› in diesem Kontext
- *2 ‹Geistes›: Älterer Begriff für ‹Schöpfungsenergieform des Menschen› im Kontext
- *3 ‹Geistformen›: Älterer Begriff für ‹Schöpfungsenergieformen aller Lebensformen› in diesem Kontext
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Artikel: Leseprobe aus dem Buch ‹Einsichten auf dem Weg zum effektiven Menschsein›)
von Achim Wolf (Einige Rechte vorbehalten)